Veranstaltungskalender 3. Quartal

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Hangelsberg

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Hangelsberg wurde erstmals auf einer preußischen Landkarte aus dem Jahre 1748 verzeichnet, die Besiedlungsgeschichte des Ortes reicht jedoch viel weiter zurück. Funde von Feuersteinbeilen und verschiedenen Gefäßen aus der Bronzezeit (2000 - 800 v. Chr.) an der "Stätte Unsal" einer durch kleine Anhöhen umschlossenen Einsenkung am nördlichen Spreeufer bei Hangelsberg, belegen die frühe Anwesenheit von Menschen an diesem Ort.


Die nächsten Siedlungsspuren hinterließen die ab dem 6. Jahrhundert nach Christus einwandernden Wenden (slawische Völkergruppe). Die wendische Siedlung, in alten Schriften "Prelauki" benannt, soll an der Spree zwischen den jetzigen Ortsteilen Spreetal und Wulkow gelegen haben. Die sich zu Beginn des 13. Jahrhunderts ansiedelnden Zisterziensermönche gründeten hier eine Besitzung namens "Hangendenberg". In alten Forstschriften bezeichnete man das Trebuser Fließ mit dem Namen "Hangel", eine Herleitung des Ortsnamens hieraus wäre naheliegend. In die gleiche Zeit fiel wahrscheinlich auch die Gründung eines von Mönchen betriebenen Gutes im heutigen Gemeindeteil Wulkow.


Auch die Dörfer Kienbaum und Kagel entstanden in dieser Zeit unter dem Einfluss der Zinnaer Zisterzienser. Im Markgrafpiesker Kirchenbuch, dem ältesten der Gegend, wurden 1644 zwei Teerbrenner "auf dem Hangelsberg" verzeichnet. Vielleicht hatte die hier vorbeiführende alte Handelsstraße von Berlin über Fürstenwalde nach Frankfurt an der Oder zur Wahl dieses Platzes beigetragen. Noch 1712 wurde das Hangelsberger Gebiet als einsamer Ort bezeichnet, wo nur ein königlicher Förster und ein Teerbrenner wohnten. Knapp 100 Jahre später - nämlich 1805 - lebten in Hangelsberg zwei Förster, fünf Büdner (Kleinbauern bzw. Tagelöhner), sechs Einlieger und zwei Schiffer. Neben dem Teerofen gab es inzwischen auch einen Krug. Etwa zwanzig Jahre später zählte der Ort neun Gehöfte mit 19 Familien. Wirtschaftlichen Aufschwung und eine Zunahme der Einwohnerzahlen brachte die 1842 in Betrieb genommene Eisenbahnstrecke Berlin-Frankfurt mit Halt in Hangelsberg. Die seit 1711 bestehende Postverbindung von Frankfurt an der Oder über Hangelsberg und Erkner nach Berlin wurde damit überflüssig.


Das im 19. Jahrhundert errichtete Bahnhofsensemble aus Empfangsgebäude, Bahnbeamtenwohnhaus, Güterschuppen, Verladerampe und anderen Kleinbauwerken ist noch weitgehend erhalten. Die ortsbildprägenden Villen mit ihren charakteristischen Turmbauten am westlichen Ortseingang stammen aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Durch stilistische Übereinstimmung ist ein harmonisches Ensemble von Gebäuden entstanden, welches noch heute eine gewisse Ausstrahlung besitzt.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelte sich Hangelsberg zu einem beliebten Ausflugsziel, wozu neben der landschaftlich reizvollen Lage sicherlich auch die Einrichtung des Vorortverkehrs zwischen Erkner und Fürstenwalde im Jahre 1902 beitrug. Pensionäre und Rentiers aus Berlin siedelten sich zu dieser Zeit hier an. So entstand 1913 die Landhauskolonie "Fürstenwalde (West)", die heute einen Ortsteil von Hangelsberg bildet. Die Kirche des Ortes, ein schlichter Putzbau mit eingezogenem Westturm, wurde 1927/28 erbaut. Kulturhistorisch interessant ist die Glocke. Sie war 1803 für die Georgenkirche in Berlin gegossen und Anfang des 20. Jahrhunderts von einem Berliner Kaufmann den Hangelsbergern gestiftet worden.

 

Von Wald und Wiesen umgeben liegt die Siedlung Spreetal, ein weiterer Ortsteil. Im Wulkower Weg 1 sind noch die Überreste des alten Sägewerkes und der Dampfschneide- und Mahlmühle, die 1859 hier errichtet wurde und bis in die 1950er Jahre in Betrieb war, zu finden. Hinweise auf die lange Tradition der Holzverarbeitung und Teerproduktion finden sich auch in Flurnamen wie "Theerofenwiese" und "Pechofen". Die letzte Köhlerei arbeitete noch bis 1989. Im Ortsteil Wulkow befindet sich ein um 1750 erbautes Gutshaus. Der deutsche Impressionist Curt Herrmann (1854-1929) war hier ansässig. Seine Enkel und Urenkel aus England ließen das Haus 1995 bis 1998 restaurieren und nutzen ihren deutschen Landsitz vor allem in der warmen Jahreszeit. Ganz in der Nähe wachsen noch zwei über 200 Jahre alte Maulbeerbäume.


Heute leben in Hangelsberg über 1.800 Einwohner. Die Ruhe und Schönheit der Spreeniederung mit ihren ausgedehnten Wiesen und Wäldern lockt viele Besucher an. Eine Besonderheit Hangelsbergs ist das massenhafte Vorkommen von Maiglöckchen auf mehreren 100 ha Fläche in den umliegenden Eichenwäldern. Dabei handelt es sich um die natürliche bodendeckende Vegetation Laub- und Mischwäldern auf sandigen Böden. Dieses zusammenhängende Maiglöckchenvorkommen soll eines der größten in Europa sein.

 

Hangelsberg ist eine Station auf dem Müggel-Spree-Weg, einem überegionalen Wander- und Radweg. Nächste Ziele sind die Schleuse Große Tränke (ca. 8 km) oder in die andere Richtung Mönchwinkel (ca. 3 km).


Veranstaltungen

09.12.2017
14:00 Uhr
9. Hangelsberger Adventsmarkt
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